Istanbul Panorama

 

Istanbul -
Megacity im Südosten Europas

Das Stadtgebiet hat mehr als 15 Millionen Einwohner und ist mit einer Fläche von 5.343 km² doppelt so groß wie das Saarland.
Jährlich mehr als zehn Millionen Touristen besuchen die Metropole am Bosporus. Eine Weltstadt auf Hochtouren!


21 Ziele haben wir näher betrachtet und stellen sie in 427 Fotos vor. Schauen Sie sich die Bilder von dieser geschichtsträchtigen, lebhaften und spannenden Stadt an und lesen Sie die passenden Texte unter den Fotos. Dort erhalten Sie eine Fülle an Informationen über Istanbul, Konstantinopel und Byzanz.

Viel Vergnügen!
Klicken Sie sich durch.
Genießen Sie Istanbul!

 


  Istanbul auf einen Klick:

  Bahnhof Haydarpaşa

  Bahnhof Sirkeci

  Bosporus - auf und unter dem Wasser

  Große Basar

  Chora-Kirche/Museum

  Dolmabahce-Palast

  Eyüp

  Galata - Tünel - Taxim - Istiklal - Levent

  Galatabrücke

  Goldenes Horn

  Hagia Sophia

  Hippodrom

  Mihrimah-Sultan-Moschee

  Rüstem-Pascha-Moschee

  Süleymaniye-Moschee

  Sultan-Ahmed-Moschee (Blaue Moschee)

  Theodosianische Landmauer

  Topkapi-Palast

  Üsküdar - Kiz Kulesi

  Yeni-Moschee

  Zisterne

  Sonstige Ziele in Istanbul

 

 Zum Einstimmen auf Istanbul einige Tipps
 
(einige Bücher sind antiquarisch):

  Stèphane Yerasimos:
  Konstantinopel
  ISBN 978-3833155857

  Orhan Pamuk:
  Istanbul
  ISBN 978-3446208261

  Barbara Yurtdas: Istanbul:
  Ein Reisebegleiter
  ISBN 978-3458347267

  Helmuth von Moltke:
  Briefe
  ISBN 978-0543905543

  William Lithgow:
  Die wundersamen Irrfahrten
  ISBN 978-3866481121

  Heinz Albers:
  So fern und doch so nah
  ISBN 978-3869316338

  Fischer Weltgeschichte Band 13:
  Byzanz
  ISBN 978-3893509898

  Jacob Burckhardt:
  Die Zeit Constantins des Großen
  ISBN 978-3861507833

  Peter Bamm:
  Frühe Stätten der Christenheit
  ISBN 978-3466100057




Istanbul, die Weltstadt am Goldenen Horn.

Wie Rom wurde sie auf sieben Hügeln errichtet, im Laufe ihrer langen Geschichte mit sieben Namen versehen: Anthusa, Dar el-Saadat, Zarigrad, Nova Roma, Byzanz, Konstantinopel.
Und erstmals im Jahre 1521 schrieb der Sultan Süleyman I. in seinem Feldlager den Namen auf, der noch heute gültig ist: Istanbul.
Namensgebung der Stadt Istanbul durch Süleyman I.

Istanbul erstreckt sich sowohl auf der europäischen als auch auf der asiatischen Seite des Bosporus und ist damit die einzige Hauptstadt, die auf zwei Kontinenten siedelt. Die Altstadt, das ehemalige Konstantinopel, ist Weltkulturerbe. Die Stadt mit ihrer 2700 Jahre alten Geschichte war 1600 Jahre Hauptstadt zweier Weltreiche. Daran kann sich keine europäische Hauptstadt messen. Man trifft dort auf eine reizvolle Mischung aus Abendland und Morgenland, Modernem und Archaischem, Orient und Okzident. Es lohnt sich, längere Zeit dort zu sein. Gut vorbereitet wird keine Sekunde Langeweile aufkommen. Es gibt so viel zu sehen!

Im Jahre 1966 fuhr ich mit dem Zug von Gelsenkirchen nach Istanbul. Die erlebnisreiche Fahrt dauerte 55 Stunden, das Flugzeug regelt das heute in etwa dreieinhalb Stunden. Ich bin der festen Überzeugung, dass die Bahnfahrt die bessere Art des Reisens war.
Erinnern wir uns an Graham Greene, der die Personen in seinem Buch "Reisen mit meiner Tante" dieses sagen lässt:
"Wenn du nach Istanbul möchtest, wäre es doch sicher einfacher und billiger zu fliegen?"
"Ich nehme nur dann ein Flugzeug", sagte meine Tante, "wenn es keine andere Art zu reisen gibt."
"Flüge sind ganz sicher."
"Das ist eine Frage des Geschmacks, nicht der Nerven", sagte Tante Augusta.
Leider würde Tante Augusta mit Ihrer famosen Idee heute scheitern: Der europäische Bahnhof Istanbuls, Sirkeci, ist bis auf weiteres (Stand 2016) u.a. wegen Bauarbeiten geschlossen. Vielleicht erleidet dieser Bahnhof auch das Schicksal seines Pendants auf der anderen Kontinentseite, Haydarpasa, der nie wieder einen Zug sehen wird. Eine moderne S-Bahn ("Marmaray"), die den Bosporus unterquert, macht diese Relikte aus alter Zeit zu musealen Staubfängern.

Die Verkehrsmittel, ob Straßenbahn (Tram), U-Bahn (Metro), Marmaray, Fähre, Bus verkehren zuverlässig und in dichten Abständen. Die T 1 beispielsweise fährt tagsüber im Minutentakt. Gezahlt wird mit einem Jeton (Token), der an Automaten gekauft werden muss. Die Bedienung ist einfach, es gibt nur einen Tarif, eine Menüführung in Deutsch ist vorhanden. Ein Jeton gilt für die komplette Linie: Die Bootsfahrt von Eyüp nach Üsküdar kostet daher nur einen Jeton (4 TRY = ca. 1,50 €). Steigt man um oder unterbricht man die Fahrt, ist ein neuer Jeton fällig. Vielfahrer kaufen sich die Istanbulkart, die das Fahren besonders beim Umsteigen noch deutlich billiger macht.
Die Verhältnisse in einer Sardinendose sind ungleich geräumiger als die in der chronisch vollen T 1. Die aber hat den Vorteil, höchst modern und wirksam klimatisiert zu sein. Bemerkenswert ist, dass die Istanbuler ihren Sitzplatz ungefragt älteren Menschen zur Verfügung stellen (bei vier Fahrten dreimal beobachtet). Taxifahrten sind billiger als in Deutschland.
Überrascht hat uns die vorbildliche Hilfsbereitschaft der Istanbuler. (Das Thema war uns nicht unbekannt, war aber eine Bestätigung dafür, dass diese menschliche Sitte auch in türkischen Millionenstädten des 21. Jahrhunderts praktiziert wird.)
Essen können Sie "überall" ohne Bedenken. Die Preise sind niedriger als in Deutschland. Wir fielen bei unserem ersten Dinner in unserem Hotel beinahe in Ohnmacht: Seit vielen Jahren aßen wir mal wieder Tomaten, die intensiv nach Tomaten und nicht - wie bei uns - nach aromatisiertem Spülwasser mit Plastikhaut schmeckten. Alkohol gibt es nicht in jedem Restaurant. Dafür taumeln abends auch keine besoffenen Touristen grölend durch die Gegend.



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 Alle Fotos und Texte © Heinz Albers

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