Döneken Nr. 161 - 170


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Eines schönen Tages war ich mit einigen Kameraden nach dem Backen und Banken auf der Steuerbordseite auf dem Weg zurück ins Deck. In Höhe der Stelling sahen wir da ein ehemaliges Besatzungsmitglied (Häuptling der Bilgenkrebse) in Zivil über die Tirpitzmole und die Stelling an Bord kommen. Neugierig was er wohl wollte und auch um ihn zu begrüßen blieben wir stehen, um dann in etwa folgenden Dialog zu hören.
Der UvD (er war neu und kannte den Schwarzfuß nicht) fragte: "Was wollen Sie?",  und er bekam zur Antwort: "I wui mei Spezi bsuachn." Die nächste Frage vom UvD war dann: "Wer ist das denn?", und er bekam zu hören: "So a kloaner Gwamperter." Als der UvD dann fragte: "Und wer sind Sie?" lautete die Antwort: "Oalbertl." Dies ging noch etwas so weiter, wobei der Häuptling uns angrinste. 
Irgendwann konnten wir nicht mehr an uns halten und brüllten los vor Lachen. Da drehte sich der UvD zu uns um und fragte, was denn los wäre und wir klärten ihn auf, dass er die Unterhaltung mit einem ehemaligen Besatzungsmitglied führte. Gottseidank konnte der UvD Spaß verstehen und er lachte dann mit uns, zumal der Häuptling auf einmal hochdeutsch sprach. Peter Engler



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Vor der Amerikafahrt besorgten sich etliche Kameraden Wasserpistolen, damit wir das schnelle Ziehen für Amerika üben konnten. (Meine damalige Verlobte kaufte einige für mich und für andere Kameraden.) Es konnte somit passieren, dass man während der Überfahrt ahnungslos über Oberdeck ging und plötzlich hörte: "Zieh!" War man nicht schnell genug mit der eigenen Wasserpistole, wurde man vom anderen Kameraden eingeweicht. Es hat sehr viel Spass gemacht, denn umgekehrt machte man es genauso. Man merkt, dass uns das Krieg spielen auf unterschiedlichsten Ebenen begleitete. Peter Engler



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