Corona und unsere geplatzten Reisepläne

Corona Abbildung

Das (oder der) Coronavirus hat eine "Größe" von nur etwa 80 bis 120 Nanometer (nm). Es ist unsichtbar und so klein, dass es nur mit einem Elektronen-Mikroskop (REM) bzw. mit noch höherwertigen Geräten betrachtet werden kann.
Etwas zur Verdeutlichung der Größenverhältnisse: Ein Zentimeter entspricht zehn Millionen Nanometer. Etwa 100.000 dieser Corona-Winzlinge müsste man eng nebeneinander legen, um einen Zentimeter damit zu bedecken. Bakterien sind im Vergleich zu den Viren wahre Riesen.
Viren zählen nicht zu den Lebewesen, da sie keinen eigenen Stoffwechsel haben und sich nur mit Hilfe eines Gastgebers ("Wirt") - Mensch oder Tier - entfalten und vermehren können.
Es wird angenommen, dass Viren vor vier Milliarden Jahren die ersten Siedler auf der Erde waren, noch vor den Bakterien, vor den Pflanzen und lange noch bevor unter anderem die Säugetiere (zu denen auch der Mensch zählt) sich aus dem Lungenfisch entwickelten, der vor etwa 420 Millionen Jahren das Meer verließ.
Viren - jetzt mal etwas Positives - trugen im Laufe der Evolution dazu bei, lebensnotwendige Funktionen unseres Körpers einzurichten.
Viren werden noch auf der Welt sein, wenn alles irdische Leben schon längst erloschen ist. Viren sind einfach da. Sie entstehen nicht durch mutwillige "Erfindung".
Durch Schlamperei irgendwelcher Laboranten sind schon manche Viren in die Umwelt gelangt; so vermutlich auch dieses, das möglicherweise einem chinesischen Labor entkommen ist. Peking schweigt dazu. (Angeblich soll dieses Coronavirus von einer Fledermaus stammen und über ein anderes Tier zum Menschen gelangt sein.) Besonders böse Viren können von Kriminellen freigesetzt werden, beispielsweise für die biologische Kriegsführung.

Die Coronaviren - sie sind Forschern erst seit 150 Jahren bekannt - sind trotz oder gerade wegen ihrer unscheinbaren Größe ein gefährlicher Feind für das Leben auf der Erde. Das gilt besonders für seine Mutationen, die sich neu entwickeln.
Was passiert mit uns? Ein einziger Virus dringt unbemerkt in den Körper ein, setzt sein Erbgut frei und "verendet". Aus seinem Erbgut entstehen Tausende neuer Viren. Und damit haben wir es zu tun.
Die wirksamste und schonendste Bekämpfung von Viren erfolgt durch Immunisierung durch Impfungen.
Jüngste Studien haben in Israel ergeben, dass sich mit BioNTech Geimpfte möglicherweise nicht mehr anstecken und nicht ansteckend sein werden. Mit diesem Impfstoff wäre eine Immunisierung weiter Bevölkerungsteile, die so genannte "Herdenimmunität", erreichbar.
Es ist allerdings möglich, dass die jetzt vorhandenen Vakzine wegen der fortschreitenden Mutierung irgendwann unwirksam werden könnten. Dann muss erneut geimpft werden. Es gibt auch Vakzine, die gelegentlich schlimme Nebenwirkungen zeigen. Das kommt bei allen Impfungen vor.

Die Epedemie wurde zu einer weltweit um sich greifenden Pandemie mit hohen Opferzahlen:
Die Johns-Hopkins-Universität meldete am 03.12.2021 um 9:21 Uhr, dass an der COVID-19 Infektion bisher weltweit
264.261.428 Menschen erkrankt und
5.2 Millionen gestorben sind.
Davon sind in Deutschland bis einschließlich 02.12.2021
erkrankt 6.072.301 (bis zum 01.12.. waren es 5.999.913) und
gestorben 102.573 (bis zum 01.12. waren es 102.183).

Die weltweiten Zahlen sind mit Sicherheit höher, weil einige (meist autoritär geführte) Staaten die Zahlen gerne künstlich niedrig halten. So will das Riesenreich China (1,4 Milliarden Einwohner) weniger Infizierte aufweisen als die Mittelmeerinsel Zypern (1,2 Millionen Einwohner).


Die Pandemie ist von uns Menschen gemacht. Sie ist in einem Atemzug mit Klimakrise und Artensterben zu nennen.
Die Pandemie ist auch eine Lektion über unseren Platz auf der Erde. Sie zeigt uns, wie tödlich Wissenschaftsfeindlichkeit sein kann. Eine Pandemie einzuschränken muss eines unserer wichtigsten Ziele sein. Die Bundesregierung muss endlich ihren Job machen, und zwar flott! Es geht nicht an, dass sich jeder ahnungslose Hinterbänkler oder Rechtspopulist mit stupiden Einwänden gegen dringende Gesetzesentwürfe sträubt. Diese Verzögerungen im Gesetzgebungsverfahren bedeuten zusätzliche Todesfälle und Erkrankungen.
Hier noch ein Hinweis für die Ahnungslosen in den Landesparlamenten: Seuchenbekämpfung ist laut Grundgesetz Bundesrecht; die Länder stehen (außer bei der Bildungspolitik) außen vor. Und im Zweifelsfall gilt immer noch dieser hehre Grundsatz: "Bundesrecht bricht Landesrecht". Wünschenswert wäre in dieser Zeit ein Kanzler, der entschlossen und durchsetzungsfähig ist und "Basta!" sagt, wie weiland Gerhard Schröder.
Es ist aber auch Bürgerpflicht, alles Notwendige zu tun, die eigene Gesundheit und die der Mitmenschen zu schützen. Der "gesunde Menschenverstand" würde in einer funktionierenden Gesellschaft selbstständig für ein vernünftiges und daher existenzerhaltendes Verhalten sorgen. Stichwort "Selbsterhaltungstrieb".
Das aber setzt voraus, dass wir mit Entschlossenheit den Leuten gegenübertreten, die die einfachen Regeln (Maske tragen, Abstand halten, Hygienemaßgaben einhalten, Massenauftritte meiden usw.) absichtlich missachten und sich einer Impfung böswillig widersetzen. Ein "Trost" ist, dass sich die Impfgegner selbst ausrotten werden.

Die oft aus einer bildungsfernen Herkunft stammende "lost generation" der Querdenker versucht, die öffentliche Ordnung außer Kraft zu setzen.
Schlimme Verschwörungstheorien, die ihre Ursprünge in der alten und neuen Nazipropaganda haben, werden neuerdings von "Ideologen" massenhaft über Handzettel und im Internet verbreitet. Diese schwachsinnigen Parolen haben ihren Ursprung in den aus den USA stammenden Q-Gruppen (QAnon). Hier nennen sie sich oftmals "Querdenker".
Daraus entsteht eine Gefahr für unsere Gesellschaft. Was ist deren antisoziale Motivation? Bodenloser Hass, Dummheit, faschistoide Ideale. Ja, sogar von Morddrohungen gegen Andersdenkende schrecken diese kriminellen Fanatiker nicht zurück. Sie vergessen oder verdrängen außerdem, dass sie bei ihren Versammlungen und Demonstrationen andere Menschen infizieren und mit ins Verderben ziehen werden. Sie nehmen das sogar billigend in Kauf. Und exakt an dieser Stelle endet meiner Meinung nach das verfassungsmäßige Grundrecht auf Versammlungsfreiheit. (Siehe Art 8 (2) in Verbindung mit Art 2 Grundgesetz.)

Unser Fortbestand hängt eindeutig davon ab, dass möglichst alle Mitmenschen sich solidarisch verhalten und sich zum Leben bekennen.

Der Erreger ist neusten Studien zufolge auf dem Huanan-Tiermarkt in China auf den Menschen übergesprungen (Stand November 2021).


Wenn wir jedoch irgendwann hilflos feststellen sollten, dass gar nichts hilft und dass das Böse und die Viren uns alle töten werden, dann werden wir ein Szenario erleben, wie es schrecklicher nicht sein kann: die Apokalypse, das Ende der Geschichte "Menschheit".

Bis dahin halten wir vernunftbegabten Wesen zusammen.

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Kommen wir zu einer Nebensache - unseren misslungenen Urlauben.

Wegen der recht unerwartet aufgetretenen Pandemie mussten wir bei unseren Reiseplanungen Einschränkungen in Kauf nehmen. Gebucht hatten wir diese Reisen nichts ahnend Ende 2019 und im Januar 2020, als die Welt für uns scheinbar noch in Ordnung war. Zunächst dachte man, die neue Krankheit wäre ein rein chinesisches Problem. Bis am 20. Februar 2020 in der italienischen Kleinstadt Codogno bei einem jungen Mann die Seuche erstmals in Europa diagnostiziert wurde. In der fraglichen Zeit hatte er keinen Kontakt mit Menschen aus China gehabt.
Der weitere Verlauf ist uns allen bekannt.

Folgende Reisen waren betroffen:

Der sechswöchige Aufenthalt in Side (18.2. bis 31.3.2020) wurde um 11 Tage gekürzt, damit wir am 20.3.2020 das vorerst letzte Flugzeug von Antalya (Türkei) nach Düsseldorf erreichen konnten.

Ersatzlos gestrichen wurden:


1. Ägypten (13. bis 27.6.2020),

2. Istanbul (31.8. bis 8.9.2020),

3. Dubai und China (15. bis 24.9.2020),

4. Kreuzfahrt "Südamerika" (14.2. - 4.3.2021)

Zur Klarstellung: Wir sind natürlich traurig, dass diese Reisen abgesagt wurden. Wir vermissen aber den Aufbruch in die Ferne, den Kontakt zu fremden Kulturen und Menschen. Da unsere Gesundheit ein kostbares Gut ist, haben wir mit Verständnis reagiert. Es ist ungewiss, ob wir in 2021/2022 oder überhaupt jemals wieder Fernreisen gefahrlos werden unternehmen können. (Dennoch hatten wir noch einmal eine Schiffsreise gebucht, und zwar für Anfang 2022. Wegen der dramatisch steigenden Zahlen in Brasilien haben wir die Reise jedoch Ende März 2021 storniert. Wir befürchteten, ein weitgehend entvölkertes Land anzutreffen.)

Werden wir irgendwann Feste wie einst feiern und beliebte Veranstaltungen maskenlos besuchen dürfen?
Eine für uns positive Wendung machen wir auch von der Wirksamkeit der flächendeckenden Impfungen abhängig.



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Heinz Albers


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